Der Reiz der Schweiz – Leitfaden zum erfolgreichen Auswandern

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Die Schweiz. Ein außergewöhnliches Land in vielerlei Hinsicht. Eingebettet in wunderschöne Alpenlandschaften bietet sie einem Auswanderer noch weitaus mehr als nur schöne Berge und Täler. Bekannt ist die Schweiz vor allem als eines der wohlhabendsten Länder der Welt. Attraktive Steuersätze, gute Ausbildungsmöglichkeiten und eine stabile politische Lage machen dies alles möglich. Auch hohe Löhne werden den Arbeitnehmern bezahlt, wohingegen die Lebenskosten jedoch auch um einiges höher sind als in Deutschland.

Ab wann eine Auswanderung sinnvoll ist

Werden zunächst die beruflichen Aussichten betrachtet, fällt auf, dass die Schweiz vor allem im sekundären und tertiären Wirtschaftssektor beheimatet ist. Bedeutet, Unternehmen befinden sich vor allem in der Industrie und im Dienstleistungssektor. Aus dem Grund, dass die Schweiz eine sehr gute Grundausbildung besitzt, sind Berufe mit einer herkömmlichen beruflichen Ausbildung sehr gut besetzt. Zusammen mit der hohen Innovations- und Forschungsleistung resultiert daraus der hohe Fachkräftebedarf in diesen Branchen.

Weiters ist die Schweiz auch bekannt für dessen 4 Landessprachen. Deutsch, Französisch, Italienisch und zu kleinen Teilen auch Rätoromanisch prägen das helvetische Sprachmosaik. Für deutsche Auswanderer liegt es deshalb nahe sich dementsprechend im deutschsprachigen Raum niederzulassen. Von Vorteil wäre es ebenfalls, Kenntnisse in Italienisch oder Französisch mitzubringen.

Worauf geachtet werden muss

Spezielle Papiere sind zunächst nicht vonnöten. Es ist ausreichend im Besitz eines gültigen Personalausweises zu sein. Viel wichtiger ist es jedoch sicherzustellen, dass die Ansprüche aus der Rente und der Altersvorsorge in die Schweiz transferiert werden. Diese werden dort anerkannt. Speziell ist in der Schweiz dabei das System der drei Säulen. Die erste Säule bildet die staatliche Vorsorge. Die zweite Säule bildet die berufliche Vorsorge aus der sogenannten Pensionskasse und die dritte Säule ist die private Vorsorge, mit welcher gleichzeitig eine Lebensversicherung verbunden werden kann. Diese dritte Säule ist sehr beliebt. Grund dafür ist die steuerbegünstigte Gestaltung.

Sollte Hausrat aus Deutschland mit über die Grenze genommen werden, muss auch dies im Vorhinein eingeleitet werden, sodass darauf kein Zoll bezahlt werden muss. Wichtig ist es dabei den Nachweis für die Wohnsitzverlegung vorweisen zu können. Außerdem muss zuvor ein Antragsformular ausgefüllt und eingereicht werden. Mehr Informationen darüber sind bei der Eidgenössischen Zollverwaltung erhältlich.

Einiges in der Vorbereitung kann jedoch nicht von Deutschland aus erledigt werden. Ein großer Punkt dabei ist die Wohnungssuche. Empfehlenswert ist es, sich eine Wohnung außerhalb der Städte zu suchen, da die Preise dort um einiges günstiger sind und auch mehr Angebot herrscht.
In der Schweiz gilt die Pflicht krankenversichert zu sein. Nach dem Eintreffen bleiben 3 Monate Zeit sich einer Krankenkasse anzuschliessen, wir empfehlen einen Blick auf den Krankenkassen Vergleich von Gidu.ch zu werfen. Die Leistungen Grundversicherung der Krankenkassen sind dabei alle gleich, nur die Preise sind unterschiedlich. Jeder Einwohner hat dabei die freie Wahl, welchem Anbieter er sich anschließt. Getragen wird die Versicherung dabei voll vom Arbeitnehmer.

Bei einem Umzug ist es auch von Vorteil ein neues Bankkonto bei einer Bank in der Nähe zu eröffnen. Der Schweizer Finanzplatz bietet hierbei enorm viele Möglichkeiten. Bankkontos können hierbei oftmals ganz einfach online eröffnet werden. Zusätzlich bieten viele Banken auch Kredite oder Hypotheken an, um die Umsiedlung einfacher zu gestalten. Unterstützt werden solche Projekte dann oft auch mittels Wohnbauförderung. Nähere Informationen darüber sind bei der jeweils zuständigen Gemeinde erhältlich.

Ebenso gut zu wissen ist die Unterstützung für Familien in der Schweiz. Die Schweizer Kantone sind dazu verpflichtet, Familien mit Kindern Zulagen auszubezahlen. Bis zum Erreichen des 16. Lebensjahres sind dies mindestens 200 Franken und danach, bis zum 25. Lebensjahr mindestens 250 Franken.

Einfaches Einwandern

Die Schweiz ist ja bekanntlich nicht Mitglied der Europäischen Union. Um einreisen zu dürfen genügt jedoch ein einfacher Reisepass. Durch diesen wird zunächst ein Aufenthalt von 6 Monaten genehmigt. Auch die volle Personenfreizügigkeit für EU-Bürger, also auch für Deutsche Auswanderer, ist gesichert. Sie haben somit die gleichen Rechte wie Schweizer Arbeitnehmer.

Sollte der Entscheid nun fallen, sich in einer Gemeinde in der Schweiz niederzulassen, muss spätestens 8 Tage nach Ankunft in der Gemeinde eine Anmeldung auf dem Amt erfolgen. Wichtig ist es dabei, Mitglied bei einer Krankenkasse zu sein und einen Nachweis der Erwerbstätigkeit mitzubringen. Danach muss mit dem Erwerbstätigkeitsnachweis beim zuständigen Arbeitsamt eine Meldung erfolgen, um eine Aufenthaltsbewilligung zu erhalten. Für Auswanderer sind Hierbei die B- und die C-Bewilligung von Interesse. Ersteres wird anfangs ausgestellt, wenn der vorliegende Arbeitsvertrag länger als ein Jahr dauert. Diese Bewilligung gilt dann für 5 Jahre. Nach diesen 5 Jahren besteht dann die Möglichkeit die uneingeschränkte C-Bewilligung anzufordern.

 

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