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Internationales NSU-Treffen in Korbach-Lelbach 2004


Der Besuch war schon im Februar geplant, nur war zu diesem Zeitpunkt noch ungewiss ob mit oder ohne NSU. Jede freie Minute hab ich meinem "Liebling" gewidmet, doch alle Bemühungen waren umsonst. Viele NSU-Freunde aus Deutschland wollten mich persönlich kennen lernen und so entschied ich mich trotzdem (leider ohne NSU) am Treffen teil zu nehmen. Ein Entscheid, den ich im Nachhinein nie bereuen werde!
Am späten Donnerstag-Nachmittag trafen wir in Korbach ein, bezogen das Hotelzimmer und machten uns anschliessend auf die Suche nach dem NSU-Gelände. Dort angekommen, orientierten wir uns wo was zu finden ist für die kommenden Tage und standen schon bald den ersten bekannten Gesichtern gegenüber. Nach und nach bildete sich im "Horst" von Günter Podak eine technische Diskussionsgruppe.Erfahrungen wurden ausgetauscht und es wurde offen diskutiert, ohne Netz und doppelten Boden! Keiner machte ein Geheimnis um seinen Prinz, denn jeder kämpft mit den gleichen Problemen, sei es auf der Strasse oder auf der Rennstrecke. Czerlewitz, Podak, Anke und ich hielten die Drehzahl der Diskussion hoch und die Zeit verging im Fluge. Zur späten Stunde fuhren wir zurück zum Hotel und alle wussten, dass in dieser Runde das letzte Wort noch nicht gesprochen war.

Am Freitagmorgen galt unsere Aufmerksamkeit vorwiegend der Teilesuche und wurden auch schnell fündig. Langsam füllte sich mein Kofferraum und ebenso kontinuierlich leerten sich unsere Geldbeutel. Immer auf der Lauer, dass einige Sonnenstrahlen das Gelände aufhellten für unsere Fotos, durchkämmten wir alles. Bald mussten wir feststellen, dass unser Schuhwerk für dieses Wetter nicht optimal gewählt war und besuchten zwischendurch die Festhalle um etwas Wärme zu tanken. Stetig trafen noch neue Teilnehmer ein und die vom Regen aufgeweichte Wiese machte die Zufahrt auch nicht einfacher. Trotz der misslichen Witterung ging die gute Stimmung nicht verloren obwohl die niedlichen Prinzen teilweise tief im Dreck standen.

Am Freitagabend trafen sich, vor der offiziellen Eröffnung dieses Treffens, die Leser und Schreiber vom NSU-Forum und endlich bekam das Geschriebene auch ein Gesicht. Das Benzingespräch dauerte ca. zwei Stunden und bevor es in der Festhalle laut wurde (Live Musik) löste sich die Gesprächsrunde auf und wir verabredeten uns wieder auf den Samstag; gleicher Ort und gleiche Zeit. Ein Blick auf die Uhr sagte uns, dass es Zeit war zum Aufbruch Richtung Podak-Horst, um die Diskussion vom Donnerstag fort zu setzten.

Am Samstag wurde es für mich dann so richtig spannend, denn angesagt war der Besuch von "grossen Namen" aus dem NSU - Berg Cup: Robin Podak, Jürgen Lätsch und Heinz Fleischhauer. Die beiden letzteren hatten ihren Rennprinz dabei und Robin reiste auf eigener Achse mit seinem frisch restaurierten Strassenprinz an. Ein ungeahntes Zuschauermagnet und das vor der "Wagenburg" von Podak und Czerlewitz. Ein Muss für mich, diese Fahrzeuge genauer unter die Lupe zu nehmen und es kam wie es kommen musste. Ein Wort gab das andere und plötzlich stand das Fahrwerk im Mittelpunkt der Diskussion - ein unerschöpfliches Thema!

Am Nachmittag stand die traditionelle Ausfahrt auf dem Programm und pünktlich für diesen Anlass zeigte sich die Sonne. Leider war das Gelände für das Gruppenfoto vom Regen derart aufgeweicht, dass der Fototermin gestrichen werden musste.

Am Abend nahm der "harte Kern" den Unterstand von Thomas Anke in Beschlag und Herbert Czerlewitz holte eine Flasche nach der anderen aus "dem Weinkeller" seines Campers. Thomas Anke, ebenfalls ein schneller und technisch versierten Mann in der NSU - Szene, lernten wir von seiner humorvollen Seite kennen. Messerscharf trennte Thomas das Geschäftliche vom Privaten und strapazierte unsere Lachmuskulatur bis weit nach Mitternacht eine weitere Bekanntschaft die mir in guter Erinnerung bleiben wird. Auf diese Weise wurde uns ein Ausklang nach Mass beschert und wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Wiedersehen! Auf der 600 km langen Heimreise in die Schweiz liessen wir das Wochenende nochmals Revue passieren und werden Korbach 2004 in guter Erinnerung behalten.

Charly Aegerter